Bewerbungsschreiben erstellen im Jahr 2026: Der ultimative Guide für ein perfektes Anschreiben
Verfasst von Team 12B | Tech-Kollektiv & Ehemalige Führungskräfte aus der Wirtschaft. Zuletzt aktualisiert: 23.02.2026 · Lesezeit: ca. 17 Minuten
Mal ehrlich: 90 % aller erstellten Bewerbungsschreiben klingen gleich. „Hiermit bewerbe ich mich auf die ausgeschriebene Stelle…“ und dann folgt eine langweilige Nacherzählung des Lebenslaufs. Kein Recruiter wird davon wach. Kein ATS-System wird davon beeindruckt. Und du bekommst davon kein Vorstellungsgespräch.
Ein gutes Anschreiben für deine Bewerbung ist kein autobiografischer Aufsatz. Es ist ein gezieltes Verkaufsgespräch auf einer Seite. Du verkaufst nicht dein ganzes Leben, sondern genau die Fähigkeiten und Erfahrungen, die dieses eine Unternehmen für diese eine Stelle braucht. Nicht mehr, nicht weniger.
In diesem Guide zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du ein Bewerbungsschreiben erstellst, das Recruiter weiterlesen wollen, das ATS-Systeme korrekt auswerten und das dich von den anderen 200 Bewerbungen im Posteingang abhebt.
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Inhaltsverzeichnis
Aufbau und Struktur: Das Fundament für das Erstellen deines Anschreibens
Bevor du dich um brillante Formulierungen kümmerst, muss das Grundgerüst stehen. Ein Bewerbungsschreiben in Deutschland folgt einem festen Aufbau, den Personalverantwortliche erwarten und den ATS-Systeme zuverlässig auslesen können. Wenn du diesen Rahmen einhältst, wirkst du sofort professionell. Wenn du ihn brichst, fällst du negativ auf, noch bevor jemand ein Wort gelesen hat.
Dein Anschreiben besteht aus vier klar getrennten Blöcken:

Block 1: Die Kopfzeile
Die Kopfzeile enthält deine Kontaktdaten und die des Unternehmens. Oben stehen dein Name, deine Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Darunter folgen der Name des Unternehmens, die Abteilung oder der Ansprechpartner (falls bekannt) und die Unternehmensadresse.
Zwischen Empfängeradresse und Betreffzeile stehen Ort und Datum, rechtsbündig. Das klingt nach Formkram, aber genau dieser Formkram zeigt Recruitern, ob du die Grundlagen beherrschst.
Die Betreffzeile ist wichtiger, als die meisten denken. Sie steht fett gedruckt, ohne das Wort „Betreff“ davor, und benennt klar die Position und, falls vorhanden, die Referenznummer.
Beispiel:
Bewerbung als Projektmanagerin im Bereich Digitalisierung, Referenz-Nr. 2026-0415
Das ATS-System erfasst diese Zeile als erstes. Wenn die Stellenbezeichnung hier exakt mit der Ausschreibung übereinstimmt, ist das dein erster Pluspunkt im automatisierten Scoring.
Block 2: Die Einleitung
Die ersten zwei bis drei Sätze entscheiden darüber, ob der Recruiter weiterliest oder zur nächsten Bewerbung blättert. Hier geht es nicht darum, deinen kompletten Werdegang zusammenzufassen. Hier geht es darum, Aufmerksamkeit zu erzeugen und sofort einen Bezug zur Stelle herzustellen. Dieser Block ist so entscheidend, dass wir ihm einen eigenen Abschnitt weiter unten widmen.
Block 3: Der Hauptteil
Der Hauptteil ist das Herzstück deines Bewerbungsschreibens. In ein bis zwei Absätzen (maximal 8 bis 12 Sätze) zeigst du, warum du die richtige Person für diese Stelle bist. Nicht durch Behauptungen, sondern durch konkrete Belege. Auch hierzu findest du weiter unten einen ausführlichen Abschnitt mit Methode und Beispielen.
Block 4: Der Schlusssatz
Der letzte Absatz ist dein Call-to-Action: Du formulierst dein Interesse am Vorstellungsgespräch, nennst bei Bedarf deinen frühestmöglichen Eintrittstermin und deine Gehaltsvorstellung und verabschiedest dich professionell. Mehr dazu im Abschnitt Schlusssatz.
Gesamtlänge: Ein Bewerbungsschreiben umfasst eine bis maximal zwei DIN-A4-Seite. Nicht mehr. Wenn du eine dritte Seite brauchst, ist dein Text nicht fokussiert genug. Kürzen ist keine Schwäche, sondern Beweis für klares Denken.
DIN 5008: Die formalen Regeln für Bewerbungsschreiben
Die DIN 5008 ist die deutsche Norm für Geschäftsbriefe, und ja, ein Bewerbungsschreiben ist ein Geschäftsbrief. Die Norm regelt Seitenränder, Abstände und die Platzierung der einzelnen Elemente. Musst du jede Regel auswendig kennen? Nein. Aber die wichtigsten Vorgaben solltest du einhalten, denn sie zeigen, dass du sorgfältig arbeitest.
Hier ein kleiner Auszug aus der DIN 5008:
- Seitenränder: Links 2,5 cm, rechts mindestens 1,5 cm (besser 2 cm), oben 4,5 cm (inklusive Absenderzeile), unten mindestens 2,5 cm.
- Schriftart und -größe: Verwende eine gut lesbare Standardschrift wie Arial, Calibri oder Helvetica in 11 oder 12 pt. Der Betreff wird fett gesetzt, der Fließtext nicht.
- Zeilenabstand: Einfacher Zeilenabstand (1,0) oder leicht erhöht (1,15). Zwischen den Absätzen eine Leerzeile.

Abstände im Detail: Zwischen Absenderadresse und Empfängeradresse stehen drei Leerzeilen. Zwischen Empfängeradresse und Datum zwei Leerzeilen. Zwischen Datum und Betreffzeile zwei Leerzeilen. Zwischen Betreff und Anrede eine Leerzeile. Zwischen Schlussformel und deinem Namen stehen drei Leerzeilen (Platz für die handschriftliche Unterschrift, auch digital). Ganz am Ende folgt optional der Hinweis „Anlagen“, falls du Zeugnisse oder andere Dokumente beifügst.
Warum das zählt: Viele Bewerber ignorieren die DIN 5008, weil sie sie für veraltet halten. Das ist ein Fehler. In konservativen Branchen (Banken, Versicherungen, öffentlicher Dienst) ist sie quasi Pflicht. Und auch in modernen Unternehmen schadet ein normgerechtes Layout nie, denn es wirkt aufgeräumt, strukturiert und professionell.
Du willst dich nicht mit Seitenrändern herumschlagen? Unsere Bewerbungsschreiben-Vorlagen sind alle DIN-5008-konform formatiert.
Der Einleitungssatz: Schluss mit Floskeln
Hier passiert der grösste Schaden in den meisten Bewerbungsschreiben. Die Einleitung. Drei Sätze, die über alles entscheiden und die trotzdem fast jeder verschwendet.
5 schlimme Einleitungssätze (und warum sie nicht funktionieren)
1. „Hiermit bewerbe ich mich auf die Stelle als…“ Das steht bereits in der Betreffzeile. Du verschwendest deinen wertvollsten Satz mit einer Information, die der Recruiter schon hat.
2. „Mit grossem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen…“ Natürlich hast du sie gelesen. Sonst würdest du nicht schreiben. Diese Floskel sagt exakt nichts über dich aus.
3. „Ich bin ein motivierter Teamplayer mit Leidenschaft für…“ Drei Buzzwords, null Beweis. Jeder behauptet, motiviert zu sein. Das ist, als würde ein Restaurant auf sein Schild schreiben: „Wir verkaufen Essen.“ Wenig überraschend.
4. „Schon seit meiner Kindheit interessiere ich mich für…“ Sei vorsichtig mit der Kindheitsgeschichte. Was du als Achtjähriger cool fandest, ist für den Recruiter irrelevant. Ausnahmen gibt es, aber sie sind selten.
5. „In der heutigen schnelllebigen Welt…“ Philosophische Einleitungen über die Weltwirtschaft oder den digitalen Wandel sind Platzhalter. Der Recruiter hat 30 Sekunden. Nutze sie für dich, nicht für eine Zeitgeist-Analyse.
3 Einleitungen, die funktionieren
Jetzt weisst du, was du nicht schreiben sollst. Hier sind drei Strategien für Einleitungssätze, die Aufmerksamkeit erzeugen:
Strategie 1: Der „Unternehmens-Fan“
Du zeigst, dass du dich mit dem Unternehmen beschäftigt hast, und verknüpfst das mit deiner Kompetenz.
„Als ich gelesen habe, dass [Unternehmen] bis 2027 seine gesamte Lieferkette auf CO2-Neutralität umstellen will, wusste ich: Genau dafür bringe ich die richtige Erfahrung mit. In meiner aktuellen Rolle als Supply Chain Manager bei [Firma] habe ich einen vergleichbaren Transformationsprozess für 3 Standorte koordiniert.“
Warum das funktioniert: Du beweist echtes Interesse, stellst sofort einen konkreten Bezug her und lieferst gleichzeitig einen Beleg für deine Kompetenz. Drei Fliegen mit einer Klappe.
Strategie 2: Der „Mehrwert“ Hook
Du steigst direkt mit deinem stärksten Argument ein und sagst dem Recruiter, was du mitbringst.
„8 Jahre Erfahrung in der B2B-Kundenbetreuung, eine nachweisliche Steigerung der Bestandskundenumsätze um 22 % und ein CRM-System, das ich von Grund auf mit aufgebaut habe: Das bringe ich für Ihre offene Position als Key Account Managerin mit.“
Warum das funktioniert: Kein Umweg, kein Smalltalk. Der Recruiter weiss nach einem Satz, was du kannst. In 7 Sekunden Lesezeit hat er bereits drei konkrete Argumente.
Strategie 3: Der „warme“ Hook Wenn du über einen persönlichen Kontakt, eine Messe oder ein Event auf die Stelle aufmerksam geworden bist, nutze das.
„Nach unserem Gespräch auf der LogiMAT im März hat mir Ihr Head of Operations, Herr Müller, empfohlen, mich direkt bei Ihnen zu bewerben. Die Herausforderungen, die er im Bereich Lagerautomatisierung beschrieben hat, decken sich exakt mit meinen Projekterfahrungen der letzten drei Jahre.“
Warum das funktioniert: Empfehlungen und persönliche Kontakte sind die stärksten Türöffner. Wenn du einen hast, setze ihn in die erste Zeile.
Du findest weitere Beispiele und berufsspezifische Einleitungssätze auch in unserem Magazin / Ratgeber.
Formulierungen sind nicht dein Ding? Du weisst, was du kannst, aber dir fehlen die Worte? Unsere KI-Agenten formulieren eine individuelle Einleitung basierend auf der Stellenanzeige und deinem Profil. Kein „Hiermit bewerbe ich mich“, kein KI-Einheitsbrei.
Der Hauptteil: Erfahrung übersetzen, nicht wiederholen
Der Hauptteil ist der Ort, an dem dein Bewerbungsschreiben sich von deinem Lebenslauf trennen muss. Im Lebenslauf listest du Fakten auf: Stationen, Zeiträume, Skills. Im Anschreiben übersetzt du diese Fakten in einen konkreten Mehrwert für das Unternehmen.
Die goldene Regel lautet: Wiederhole niemals nur deinen Lebenslauf. Wenn dein Hauptteil sich liest wie „Zunächst war ich bei Firma A tätig, dann wechselte ich zu Firma B, wo ich …“, dann hat der Recruiter keinen Grund, dein Anschreiben überhaupt zu lesen. Die Chronologie steht bereits im CV. Du willst überzeugen, warum du die richtige Kandidatin oder der richtige Kandidat für die Stelle bist.
Die „Behauptung + Beweis“ Methode
Jede Aussage im Hauptteil deines Bewerbungsschreibens sollte aus zwei Teilen bestehen: einer Behauptung und einem Beweis.
Nur Behauptung (schwach):
„Ich bin ein erfahrener Projektmanager mit ausgeprägter Kommunikationsfähigkeit.“
Das kann jeder schreiben. Es klingt nett, aber es ist leer. Der Recruiter denkt: „Behauptet jeder. Nächste Bewerbung.“
Behauptung + Beweis (stark):
„In meiner Rolle als Projektmanager bei [Firma] habe ich die Einführung eines neuen ERP-Systems für 4 Standorte koordiniert. Das Projekt lag am Ende 3 Wochen vor dem Zeitplan und 8 % unter Budget, unter anderem weil ich frühzeitig einen wöchentlichen Austausch zwischen IT und Fachabteilungen etabliert habe, der Missverständnisse im Keim erstickt hat.“
Die Behauptung „Ich bin ein erfahrener Projektmanager mit Kommunikationsfähigkeit“ ist hier nirgendwo explizit geschrieben. Aber der Recruiter zieht diese Schlussfolgerung selbst, weil der Beweis so stark ist. Und genau das ist das Ziel: Lass den Recruiter deine Stärken selbst erkennen, anstatt sie ihm zu diktieren.
Hard Skills und Soft Skills im Text verpacken
Im Hauptteil musst du zwei Dinge gleichzeitig tun: dem menschlichen Leser zeigen, dass du die richtige Persönlichkeit und Arbeitsweise mitbringst (Soft Skills), und dem ATS-System die technischen Keywords liefern, die es zum Scoring braucht (Hard Skills).
Hard Skills sind die messbaren, fachlichen Qualifikationen: Programmiersprachen, Software-Kenntnisse, Zertifizierungen, Branchenwissen. Diese solltest du so benennen, wie sie in der Stellenausschreibung stehen. Wenn dort „Salesforce CRM“ steht, schreibe „Salesforce CRM“, nicht „ein gängiges CRM-Tool“. Das ATS-System sucht nach exakten Übereinstimmungen.
Der Trick ist, Hard Skills nicht als trockene Aufzählung einzubauen, sondern in den Kontext deiner Erfolge einzubetten:
❌ „Ich beherrsche Salesforce CRM, SAP S/4HANA und Jira.“
✅ „Mit Salesforce CRM habe ich ein Lead-Scoring-Modell aufgebaut, das unsere Conversion Rate um 15 % verbessert hat. Parallel habe ich die Migration auf SAP S/4HANA als Key User begleitet und über Jira den gesamten Sprint-Zyklus eines 8-köpfigen Entwicklerteams koordiniert.“
Beide Versionen enthalten dieselben Keywords. Aber die zweite Version erzählt eine Geschichte und liefert Beweise. Das ATS gibt dir den Keyword-Score, der Recruiter gibt dir den „Diese Person kann was“-Score.
Soft Skills darfst du fast nie beim Namen nennen. „Teamfähigkeit“, „Kommunikationsstärke“, „Belastbarkeit“ sind die meistgenutzten und gleichzeitig die nichtssagendsten Begriffe in Bewerbungsschreiben. Zeige Soft Skills stattdessen durch deine Beispiele. Wenn du beschreibst, wie du einen Konflikt im Team gelöst hast, muss das Wort „Konfliktfähigkeit“ nicht fallen. Der Recruiter versteht es.
⚡ Hart am Formulieren und trotzdem klingt es nicht rund? Das ist normal. Den eigenen Lebenslauf in überzeugende Argumente zu übersetzen ist eine der schwierigsten Aufgaben im gesamten Bewerbungsprozess. Unsere KI-Agenten sind genau darauf spezialisiert: Sie lesen die Stellenanzeige, analysieren dein Profil und formulieren einen Hauptteil nach der Behauptung-plus-Beweis-Methode.
Gehaltsvorstellung und Eintrittstermin richtig formulieren
Viele Stellenausschreibungen fordern explizit die Angabe einer Gehaltsvorstellung und des frühestmöglichen Eintrittstermins. Wer hier herumdruckst oder die Angabe einfach weglässt, signalisiert Unsicherheit oder mangelnde Aufmerksamkeit. Beides schlecht.
Gehaltsvorstellung
Nenne ein konkretes Jahresbrutto, keine Spanne. Eine Spanne („zwischen 48.000 und 55.000 Euro“) wird vom Unternehmen fast immer am unteren Ende gelesen. Formuliere stattdessen selbstbewusst und klar:
„Basierend auf meiner Erfahrung und den Anforderungen der Position liegt meine Gehaltsvorstellung bei einem Jahresbrutto von 52.000 Euro.“
Wenn du unsicher bist, was für deine Branche, Region und Erfahrungsstufe angemessen ist, recherchiere vorab auf Plattformen wie dem StepStone Gehaltsreport, Kununu oder Glassdoor. Eine gut recherchierte Zahl zeigt Professionalität. Eine Zahl aus dem Bauch heraus kann dich entweder unter Wert verkaufen oder aus dem Rennen werfen.
Wichtig: Wenn die Stellenanzeige keine Gehaltsangabe fordert, lass sie weg. Unaufgefordert über Geld zu sprechen kann in manchen Unternehmenskulturen als taktlos wahrgenommen werden.
Eintrittstermin
Wenn danach gefragt wird, formuliere den Eintrittstermin konkret und realistisch. Wenn du eine Kündigungsfrist hast, nenne das früheste Datum:
„Mein frühestmöglicher Eintrittstermin ist der 1. September 2026.“
Oder, wenn du sofort verfügbar bist, schreibe gerne:
„Ich stehe Ihnen ab sofort zur Verfügung.“
Vermeide vage Formulierungen wie „zeitnah“ oder „nach Absprache“. Recruiter planen mit konkreten Daten.
Der Schlusssatz: Dein „Call-to-Action“
Der Schlusssatz ist der letzte Eindruck, den dein Bewerbungsschreiben hinterlässt. Und er hat eine klare Funktion: den Recruiter dazu bringen, den nächsten Schritt zu gehen und dich zum Gespräch einzuladen.
Was du vermeiden musst: Der Konjunktiv
Der häufigste Fehler im Schlusssatz ist der Konjunktiv. „Ich würde mich freuen“ und „Ich könnte mir vorstellen“ sind weiche, unsichere Formulierungen. Sie klingen nach jemandem, der sich selbst nicht ganz sicher ist, ob er die Stelle wirklich will oder verdient.
❌ „Ich würde mich sehr über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freuen.“
✅ „Ich freue mich auf ein persönliches Gespräch, in dem ich Ihnen zeige, wie ich Ihr Team im Bereich Digitalisierung konkret verstärken kann.“
Der Unterschied ist subtil, aber wirkungsam. Die zweite Variante nutzt den Indikativ („Ich freue mich“ statt „Ich würde mich freuen“), signalisiert Selbstbewusstsein und endet mit einem konkreten Nutzenversprechen.
Starke Schlusssätze: 3 Varianten
Variante 1: Selbstbewusst und konkret
„Ich freue mich darauf, Ihnen in einem persönlichen Gespräch zu zeigen, wie ich mit meiner Erfahrung in der Prozessoptimierung einen messbaren Beitrag zu Ihrem Wachstumskurs leisten kann.“
Variante 2: Mit Handlungsangebot
„Gerne stelle ich Ihnen meine Ideen für die Weiterentwicklung Ihres Online-Marketings in einem persönlichen Gespräch vor. Ich bin unter [Telefonnummer] jederzeit erreichbar.“
Variante 3: Kurz und direkt
„Wann können wir uns kennenlernen? Ich stehe Ihnen ab sofort für ein Gespräch zur Verfügung.“
Nach dem Schlusssatz folgen die Grussformel („Mit freundlichen Grüssen“), dein Name und optional der Hinweis „Anlagen“.
Das Application Game 2026: ATS und KI-Checks
Wenn du denkst, dass nur dein Lebenslauf von ATS-Systemen gescannt wird, liegst du falsch. Moderne Applicant Tracking Systeme analysieren das komplette Bewerbungspaket, und das Anschreiben ist ein fester Bestandteil davon.
Wie ATS dein Bewerbungsschreiben bewertet
Das System extrahiert Text aus deinem Dokument und gleicht ihn mit dem Anforderungsprofil der Stelle ab. Je höher die Übereinstimmung zwischen den Keywords in deinem Anschreiben und den Begriffen in der Stellenausschreibung, desto höher dein Score. Das bedeutet konkret:
Wenn in der Stellenanzeige „Erfahrung im Projektmanagement mit agilen Methoden“ steht, sollten die Begriffe „Projektmanagement“ und „agile Methoden“ (oder „Scrum“, „Kanban“) auch in deinem Anschreiben vorkommen. Nicht als zusammenhangslose Keyword-Liste, sondern eingebettet in deine Behauptung-plus-Beweis-Struktur aus dem Hauptteil.
Die Balance ist entscheidend: Zu wenige Keywords und das ATS sortiert dich aus. Zu viele Keywords und der menschliche Recruiter merkt, dass du den Text für eine Maschine geschrieben hast. Das Ziel ist ein natürlicher Text, der die relevanten Fachbegriffe dort verwendet, wo sie inhaltlich hingehören.
Warnung: Generische KI-Texte erkennen Recruiter sofort
Seit ChatGPT und andere KI-Tools zum Mainstream geworden sind, hat sich die Menge an Bewerbungen in vielen Unternehmen verdoppelt oder verdreifacht.
Das Problem: Ein grosser Teil davon klingt identisch, weil alle die selben generischen Prompts verwenden und beim Bewerbungsschreiben erstellen kaum Individualität einfließen lassen. Stattdessen sehen wir immer mehr Einheitsbrei.
HR-Abteilungen haben darauf reagiert. Viele Unternehmen nutzen inzwischen KI-Detektoren, und erfahrene Recruiter erkennen typische KI-Muster auch ohne Software: übertrieben höfliche Formulierungen, unnatürlich perfekte Satzstrukturen, inhaltliche Allgemeinplätze ohne echte Details, und das Fehlen von konkreten Zahlen oder persönlichen Erfahrungen.
Was das für dich bedeutet: Wenn du KI als Hilfsmittel nutzt (und das ist völlig in Ordnung), dann nutze sie richtig. Ein generischer ChatGPT-Prompt wie „Schreibe mir ein Bewerbungsschreiben als Projektmanager“ liefert generischen Output. Das Ergebnis klingt auf den ersten Blick gut, aber es fehlt alles, was dein Anschreiben einzigartig macht: deine konkreten Zahlen, deine spezifischen Projekte, dein individueller Bezug zum Unternehmen.
Unser System arbeitet deshalb fundamental anders. Statt eines einzelnen Prompts an ein allgemeines Sprachmodell setzen wir mehrere spezialisierte KI-Agenten ein, die jeweils eine Aufgabe übernehmen: Stellenanzeige analysieren, dein Profil mit den Anforderungen abgleichen, branchenspezifisch formulieren und das Ergebnis auf ATS-Keywords und natürliche Sprache prüfen. Das Ergebnis liest sich wie von einem Karriereberater geschrieben, nicht wie von einer Maschine.
Muster und Vorlagen nach Berufen
Jeder Beruf erfordert einen anderen Fokus bei der Erstellung von Bewerbungsschreiben. Eine Verkäuferin muss andere Stärken hervorheben als ein Kfz-Mechatroniker. Eine Projektmanagerin argumentiert anders als eine Erzieherin. In den folgenden Guides findest du branchenspezifische Tipps, Formulierungshilfen und konkrete Muster für dein Anschreiben:
Kaufmännische und Büroberufe
- Bewerbungsschreiben als Bürokauffrau/Bürokaufmann
- Bewerbungsschreiben als Industriekauffrau/Industriekaufmann
Handel, Vertrieb und Service
Technik und Handwerk
- Bewerbungsschreiben als Kfz-Mechatroniker/in
- Bewerbungsschreiben als Handwerker
- Bewerbungsschreiben als Reinigungskraft
Gesundheit, Soziales und Bildung
Besondere Situationen
Du findest deinen Beruf nicht in der Liste? Unser KI-System ist auf alle Branchen und Berufsbilder trainiert. Erstelle dein individuelles Bewerbungsschreiben jetzt.
Häufige Fragen zum Bewerbungsschreiben
Wie lang sollte ein Bewerbungsschreiben sein?
Maximal ein bis maximal zwei DIN-A4-Seite. Das entspricht etwa 300 bis 500 Wörtern. Alles darüber wird nicht gelesen und signalisiert, dass du nicht priorisieren kannst.
Ist ein Anschreiben 2026 überhaupt noch nötig?
Ja, in den meisten Fällen schon. Einige grosse Konzerne (etwa die Deutsche Bahn oder Siemens) haben das Anschreiben in bestimmten Bewerbungsprozessen abgeschafft. Aber die Mehrheit der deutschen Unternehmen, insbesondere der Mittelstand, erwartet es nach wie vor. Wenn die Stellenanzeige kein Anschreiben verlangt, erkundige dich im Zweifel beim Unternehmen. Wenn sie es nicht explizit ausschliesst, schreib eins. Es kann nur helfen, nie schaden. Unsere goldene Regel: Du hebst dich von der Masse ab, wenn du ein Anschreiben beifügst und erhöhst deine Chancen auf ein Vorstellungsgespräch immens.
Was ist der Unterschied zwischen Anschreiben und Bewerbungsschreiben?
Keiner. „Anschreiben“ und „Bewerbungsschreiben“ meinen dasselbe Dokument. „Anschreiben“ ist die umgangssprachlichere Variante, „Bewerbungsschreiben“ die formellere. In diesem Guide verwenden wir daher beide Begriffe synonym.
Darf ich mein Bewerbungsschreiben mit KI erstellen lassen?
Ja, rechtlich und ethisch gibt es keine Einschränkung. Entscheidend ist, dass der Inhalt wahrheitsgemäss ist und das Ergebnis nicht nach generischem KI-Output klingt. Achte auch darauf, dass keine unsichtbaren Sonderzeichen im Text vorkommen. Diese werden durch Spezialsoftware direkt erkannt. Deshalb gilt: besser selber tippen oder spezialisierte Tools wie 12Bewerbung verwende.
Soll ich „Sie“ oder „Du“ verwenden? Orientiere dich an der Stellenanzeige und der Unternehmenskultur. Wenn die Stellenanzeige dich duzt, darfst du zurückduzen. Wenn sie siezt, siezt du. Im Zweifel: siezen. Du kannst im Vorstellungsgespräch immer noch zum Du wechseln. Aber umgekehrt wird es schwierig!
Was mache ich, wenn kein Ansprechpartner in der Stellenanzeige steht? Recherchiere auf der Unternehmenswebsite oder LinkedIn, wer für die Stelle zuständig ist. Wenn du niemanden findest, nutze „Sehr geehrte Damen und Herren“. Das ist immer noch besser als ein falscher Name.
Bewerbung per E-Mail oder Online-Portal? Immer so, wie in der Stellenanzeige angegeben. Bei E-Mail-Bewerbungen ist das Anschreiben idealerweise der E-Mail-Text (nicht nur als Anhang) und wird zusätzlich als PDF beigefügt.
Dieser Ratgeber wird regelmässig aktualisiert, um die neuesten Trends im Recruiting und in der ATS-Technologie abzubilden. Letzte Aktualisierung: 02/2026.
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